Nachruf Armin Schön

Am 01.03.2019 verstarb der langjährige stellvertretende LV Vorsitzende Armin Schön aus Fernwald im Alter von 78 Jahren. Der LV Hessen-Nassau verliert damit einen mehr als verdienten Funktionär, der über die letzten Jahrzehnte die Geschicke des LV mit geleitet hat und noch bis zu seinem Tod als 2. Vorsitzender im Amt war.

Geboren wurde Armin Schön am 22.08.1940 in Lich / Oberhessen. Nach Beendigung der Schulzeit erlernte er den Beruf des Schreiners. Er legte nach dreijähriger Lehrzeit die Gesellenprüfung mit Erfolg ab und arbeitete bis 1961 in seinem erlernten Beruf in einer Möbelwerkstatt in Lich als Schreinergeselle. Danach wechselte er zum hessischen Straßenbauamt Gießen zur Straßenmeisterei Lich und war hier als Magazinverwalter in dessen Bauhof tätig. Nach kurzer Zeit wurde dort auf Großraum umgestellt und Armin fasste den Entschluss, sich zum Straßenbau Unterhaltungsarbeiter ausbilden zu lassen. Nach 2 jähriger Ausbildung legte er die verwaltungseigene Prüfung mit Erfolg ab. Nach kürzester Zeit wurde er als Streckenwart eingesetzt. Er hatte hierbei einen großen Bezirk von etwa 100 km zu beaufsichtigen und kontrollieren. Nach mehreren Seminaren und einer weiteren verwaltungseigenen Prüfung war er berechtigt, Auszubildende zu schulen und den Nachwuchs ins Aufgabengebiet "Streckenkontrolle" einzuführen. Diese Tätigkeit übte er bis 1989 aus. Fortan wechselte er zur Ordnungsbehörde Fernwald. Nach mehreren Schulungen beim Verwaltungsschulverband und an der Polizeischule Wiesbaden seine Prüfung als Hilfspolizeibeamter ab. Fortan trug er die Berufsbezeichnung "Verwaltungsfachangestellter für Polizeiaufgaben".

Im Jahre 2001 konnte Armin Schön sein 40 jähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst feiern, bevor er 2004 in den wohlverdienten Ruhestand ging.

Trotz des Besuches von vielen Seminaren und anderen Weiterbildungen befasste er sich schon seit dem Jahre 1953 mit der Rassekaninchenzucht. Zudem war er auch als Kommunalpolitiker in seiner Heimatgemeinde tätig.

Von 1966 bis 1993 war er in der Gemeindevertretung, als Mitglied des Gemeindevorstandes und als Ortsvorsteher tätig. Unter anderem fungierte er 12 Jahre als Ortsvorsteher und wurde 1994 zum Ehrengemeindevertreter ernannt. Auch einem anderen Gebiet, dem Partnerschaftskommitee Fernwald / Ouderkerk (Holland) gehörte er 15 Jahre lang an. Des Weiteren war er 8 Jahre im Kriegsdienstverweigerungsausschuß als Beisitzer beim Wehrersatzamt Wetzlar tätig. 24 Jahre war er außerdem noch als Schöffe beim Amtsgericht Gießen im Bereich "Verkehrswesen" aktiv.

Im Obst- und Gartenbauverein Albach war er von 1975 bis 2008 Schriftführer. Dem Gesangverein Liederkranz Albach gehörte er seit 1963 als aktiver Sänger an und war seit 1990 im Vorstand als Rechner tätig. Von 1983 bis 1993 war er außerdem noch im Vorstand der Jagdgenossenschaft Albach als 2. Vorsitzender und von 1993 bis 2018 als 1. Vorsitzender gefragt.

Das größte Hobby von Armin Schön war allerdings die Rassekaninchenzucht. Im Jahre 1953 begann er als 13 jähriger mit der Zucht im Verein H 121 Albach. Seinen Vater hatte er 1946 in russischer Gefangenschaft verloren. So konnte er von seiner Mutter in der damaligen Zeit wegen Geldknappheit keine Unterstützung erfahren. Daher verdiente er sich nach der Schule ein Taschengeld, von dem er sich ein Zuchtpaar Kleinsilber schwarz kaufen konnte. Dieser Rasse hielt er bis zuletzt, also über 66 Jahre, die Treue. Zu Beginn seiner züchterischen Tätigkeit wurde Armin Schön Mitglied im H 121 Albach. In diesem war er von 1958 bis 1966 Zuchtwart, von 1966 bis 1974 fungierte er als 1. Vorsitzender, von 1978 bis 1981 als 2. Vorsitzender und von 1981 bis 1991 erneut als 1. Vorsitzender. Seit 2016 war er Ehrenmitglied.

Zahlreich waren seine Aktivitäten im Kreisverband Gießen. Hier bekleidete Armin von 1960 bis 1974 das verantwortungsvolle Amt des Rechners, von 1977 bis 1983 war er Obmann für Ausstellungswesen, von 1983 bis 1993 stellvertretender Kreisvorsitzender und von 1993 bis 2017 stand er dem Kreisverband Gießen als 1. Vorsitzender vor. Seit 2017 war er Ehrenvorsitzender. Eine stolze Zahl an Jahren konnte Armin mit seiner über fünfzig jährigen Mitgliedschaft in der Herdbuchabteilung des Landesverbandes Hessen-Nassau aufweisen. Von 1970 bis 1974 und von 1980 bis 2001 war er dort stellvertretender Vorsitzender und von 2001 bis 2011 1. Vorsitzender. Auch im ZDRK wurde Armin Schön geschätzt und man wählte ihn 2002 als stellvertretenden Vorsitzenden der Herdbuchabteilung im ZDRK. Dieses Amt bekleidete er bis 2012. Den Kleinsilberclub Hessen-Nassau führte der verstorbene von 1970 bis 1974. Auch im Ausstellungswesen setzte Armin Schön Akzente. So war er insgesamt 20mal in der Ausstellungsleitung der jeweiligen Landesverbandsschauen in den Messehallen in Gießen tätig. 15mal davon als Ausstellungsleiter. Auch bei der 16. Bundesrammlerschau 1997 in Offenbach war er als stellvertretender Ausstellungsleiter aktiv. Federführend war er auch für die Organisation der Fahrten zu Bundesschau und Europaschauen nach Neumünster, Stuttgart, Bremen, Nürnberg, Karlsruhe, nach Holland, der Schweiz, Italien, Frankreich, Tschechien, Österreich oder Dänemark verantwortlich.

Mit seinen Kleinsilber schwarz errang Armin Schon insgesamt 16mal den Titel eines Landesmeisters im Landesverband Hessen-Nassau. 25mal wurde er Landesmeister im Herdbuch und viermal Herdbuchlandesmeister. Diese Erfolge führten auch zu hohen Auszeichnungen fünfmal errang er den Ehrenpreis von Bundesministerien und zweimal den Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer. Auch über die Landesgrenze hinaus war Armin Schön ein sehr erfolgreicher und bekannter Züchter. 1970, bei der Europaschau in Stuttgart, stellte er einen Europachampion und 1978 bei der Europaschau in Wels (Österreich) wurde er Vize-Europameister. Gleich zehnmal wurde er Bundesmeister im Herdbuch und zweimal sogar Bundesherdbuchmeister. Hinzu kamen noch 7 Bundessieger.

Dies Erfolge und besonders seine außerordentlichen Leistungen auf Verbandsebene brachten für Armin Schön eine Vielzahl von Ehrungen mit sich. Der Verein H 121 Albach verlieh ihm die Ehrennadeln in Silber und Gold. Ebenso der LV Hessen-Nassau, der KV Gießen, der Bund der Rassegeflügelzüchter und der Kleinsilberclub Hessen-Nassau. Bei letzterem war er auch Ehrenmitglied. Ebenfalls die Ehrennadel in Gold erhielt er von der Herdbuchabteilung des Landesverbandes und des ZDRK. 1990 überreichte ihm der Landesverband Hessen-Nassau die Verdienstmedaille. 1989 erfolgte die Ernennung zum "Meister der Deutschen Rassekaninchenzucht" im ZDRK und 2010 die Ernennung zum "Ehrenmeister der Deutschen Rassekaninchenzucht". 2017 wurde er zum Ehrenmeister der Herdbuchabteilung im Zentralverband ernannt. 1992 wurde Armin Schön der Ehrenbrief des Landes Hessen und 2002 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

 

Seit 25 Jahren war Armin Schön bis zuletzt 2. Vorsitzender des LV Hessen-Nassau, welcher die großen Verdienste von Armin zu schätzen weiß. Aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Gattin und der gesamten Familie. Wir sind unendlich dankbar dafür, mit Armin Schön einen so überaus engagierten, stets zuverlässigen und zuvorkommenden Funktionär in unseren Reihen gehabt zu haben. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

 

 

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Version: Endversion Stand: 10.05.2018